Insektenhotels sind beliebt — aber ein Großteil der im Handel erhältlichen Varianten ist laut Forschern kaum sinnvoll. Glatte, lackierte Oberflächen, falsche Lochgrößen oder ungeeignetes Material machen viele Kästen für Insekten nutzlos oder sogar zur Falle.
Was NABU und BUND empfehlen
Für solitäre Wildbienen — die Hauptnutzer von Nisthilfen — sind unbehandelte Hartholzblöcke mit glatten, 2-10 mm weiten Bohrungen am besten geeignet. Die Bohrlöcher müssen glatt sein (kein Splitter), tief genug (mindestens 5-10 cm) und nach vorne offen sein.
Noch wertvoller als Holzboxen sind laut NABU: Totholzhaufen im Garten, offene Sandflächen (Erdnistplätze für 70% aller Wildbienenarten), Trockenmauern aus Naturstein und blühende heimische Wildpflanzen als Nahrungsquelle.
Die einfachste Maßnahme
Ein ungepflegter Bereich im Garten mit Totholz, Steinen und Wildpflanzen bringt mehr Insekten als jedes Holzhotel. Quelle: NABU Wildbienen-Leitfaden, BUND Insektenschutz, Forschungsberichte Uni Würzburg.
Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.