Es begann mit einer Wette. Thomas, 28, Student in Leipzig, schlug seiner WG vor: drei Monate, keine neuen Einwegplastikverpackungen. Fünf Personen, geteilte Küche, unterschiedliche Ansprüche.
Was einfach war
Gemüse und Obst unverpackt: kein Problem. Im Unverpacktladen 500 Meter entfernt gab es alles was die WG brauchte — Pasta, Reis, Linsen, Nüsse, Wasch- und Putzmittel. Mehrwegbehälter anschaffen war einmalig teuer (ca. 60 Euro für die ganze WG), zahlt sich aber schnell aus.
Was schwierig war
Nicht der Einkauf — sondern soziale Situationen. Geburtstagsgeschenke, Restaurantbesuche, spontane Einkäufe wenn der Unverpacktladen zu hatte. Und: Nicht alle in der WG waren gleichzeitig motiviert. „Wir haben gelernt dass perfekt der Feind von gut ist“, sagt Thomas. „Besser 80% plastikfrei als gar nicht versucht.“
Das Fazit nach drei Monaten
Die WG hat weitergemacht — nicht mehr mit dem Anspruch auf Perfektion, aber mit deutlich weniger Plastik als vorher. Der Restmüll: von einer vollen Tonne pro Woche auf etwa eine halbe.
Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.