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Nachhaltige ETFs: Was ESG wirklich bedeutet — und was nicht

ESG-ETFs boomen — doch die Kriterien für Environmental, Social und Governance sind nicht einheitlich definiert. Ein 'nachhaltiger' ETF kann immer noch Ölkonzerne enthalten. Was wirklich zählt.

EG
Emanuel Goldstein · 11. Dezember 2025 · 3 Min. Lesezeit
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Foto: Bernd 📷 Dittrich / Unsplash

ESG — Environmental, Social, Governance — klingt eindeutig. Ist es aber nicht. Das Problem: Es gibt keine einheitliche gesetzliche Definition was ein ESG-ETF enthalten darf oder nicht.

Das Problem mit ESG-Ratings

ESG-Ratings werden von privaten Agenturen vergeben — MSCI, Sustainalytics, ISS. Diese Agenturen gewichten Kriterien unterschiedlich und kommen oft zu sehr verschiedenen Urteilen für dasselbe Unternehmen. Ein Öl-Konzern kann ein hohes ESG-Rating erhalten wenn er in Governance und Social gut abschneidet.

Was besser ist: Paris-aligned Fonds

Paris-aligned Benchmarks (PAB) und Climate Transition Benchmarks (CTB) sind EU-regulierte Standards die strengere CO₂-Reduktionspfade vorschreiben. Diese ETFs schließen die schlimmsten Klimasünder aus und erfordern jährliche Emissionsreduktionen.

Konkrete Orientierung

Für Privatanleger empfehlenswert: ETFs auf den MSCI World SRI (Socially Responsible Index) mit strengeren Ausschlüssen, oder den MSCI Low Carbon Target. Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zertifiziert Fonds nach deutschem Standard. Quelle: EU-Nachhaltigkeitstaxonomie, FNG-Siegel, BVI.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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