Die Zahlen sind ernüchternd: Die Textilindustrie verursacht jährlich rund 1,2 Milliarden Tonnen CO₂ — mehr als der gesamte internationale Luft- und Schiffsverkehr zusammen. Das belegt unter anderem eine Studie der WUA Wien aus dem Jahr 2022.
Mikroplastik aus der Waschmaschine
Synthetische Kleidung — Polyester, Acryl, Nylon — besteht aus Erdölprodukten. Beim Waschen lösen sich mikroskopisch kleine Fasern: Mit einer einzigen Waschladung Polyesterkleidung können laut Greenpeace bis zu 700.000 Mikrokunststofffasern freigesetzt werden. Diese gelangen über Kläranlagen in Gewässer und die Nahrungskette.
Was sich 2026 ändert
Ab Juli 2026 gilt in der EU ein Verbot der Vernichtung unverkaufter Textilien für große Unternehmen — Teil der Ökodesign-Verordnung 2024/1781, die im Juli 2024 in Kraft trat. Außerdem soll bis 2027 ein digitaler Produktpass für Textilien eingeführt werden der Herkunft, Materialien und Nachhaltigkeitsdaten offenlegt. Quelle: EU-Parlament, WUA Wien, Greenpeace DE.
Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.