Mode & Konsum

1 kg Baumwolle = 11.000 Liter Wasser: Was dein T-Shirt wirklich kostet

Konventionelle Baumwolle ist der wasserintensivste Rohstoff in der Modeindustrie. Für ein Kilogramm werden rund 11.000 Liter Wasser benötigt. Zwei Drittel der weltweit angebauten Baumwolle sind gentechnisch verändert.

LS
Leona B. Schröder · 21. August 2025 · 3 Min. Lesezeit
Sunlight streams through a misty forest canopy.
Foto: fr0ggy5 / Unsplash

Ein einfaches Baumwoll-T-Shirt verbirgt einen enormen Ressourcenaufwand. Für die Produktion von einem Kilogramm konventioneller Baumwolle werden laut SANVT-Analyse rund 11.000 Liter Wasser benötigt — hauptsächlich für Bewässerung in wasserarmen Regionen wie Usbekistan, Indien oder den USA.

Das Problem mit der Baumwolle

Baumwolle ist die am häufigsten verarbeitete Naturfaser in der Kleidungsproduktion — mit einem Anteil von rund 40 Prozent. Zwei Drittel der weltweit angebauten Baumwolle sind gentechnisch verändert. Auf den meisten Feldern werden intensive Pestizide eingesetzt.

Bio-Baumwolle braucht weniger Wasser und kommt ohne synthetische Pestizide aus — ist aber teurer in der Produktion und nicht überall erhältlich.

Was das für den Kauf bedeutet

Weniger kaufen hat mehr Wirkung als der Wechsel zu Bio-Baumwolle. Wer kauft: Auf GOTS-Zertifizierung achten. Und grundsätzlich gilt: Ein Kleidungsstück das 5 Jahre getragen wird, hat einen Bruchteil des CO₂-Fußabdrucks eines Stücks das nach 2 Jahren im Müll landet. Quelle: SANVT, WUA Wien, Greenpeace DE.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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