Wohnen & Energie

Ökostrom-Tarife: Was echter grüner Strom wirklich bedeutet

Nicht jeder Öko-Stromtarif fördert tatsächlich den Ausbau erneuerbarer Energien. Viele Anbieter kaufen billige Herkunftsnachweise aus Norwegen. Wirklich grün ist Strom nur wenn er aus Neuanlagen kommt.

EG
Emanuel Goldstein · 3. März 2026 · 3 Min. Lesezeit
A house with a solar panel on the roof
Foto: Daniele La Rosa Messina / Unsplash

Das Ökostromangebot in Deutschland ist groß — aber nicht alle Tarife sind gleich grün. Das zentrale Problem: Herkunftsnachweise. Ein Anbieter kann „Ökostrom“ verkaufen, indem er billige Zertifikate für bereits bestehende Wasserkraftwerke in Norwegen oder Österreich kauft. Das fördert keine einzige neue erneuerbare Anlage in Deutschland.

Wirklich grüner Strom — was zählt

Echter Ökostrom kommt von Anbietern, die ihr Kapital aktiv in den Bau neuer Wind- oder Solaranlagen investieren oder Direktverträge mit Neuanlagen schließen. Das „ok-power“-Label und das „Grüner Strom“-Label (Vergabe durch die Verbände) sind hierfür verlässliche Orientierungspunkte.

Die verlässlichsten Anbieter

Naturstrom, Lichtblick und EWS Schönau gelten als die drei am häufigsten empfohlenen Anbieter in unabhängigen Vergleichen — weil sie nachweislich in neue Anlagen investieren. Der Wechsel ist kostenlos und dauert wenige Minuten. Quelle: Öko-Institut, ok-power-Label, Stiftung Warentest.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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