Ernährung

Bio oder nicht Bio? Was die Forschung wirklich sagt

Bio-Lebensmittel verbrauchen bei der Produktion nur ein Drittel der fossilen Energie konventioneller Landwirtschaft. Dafür benötigen sie mehr Fläche. Das macht die Klimabilanz komplex — wann Bio wirklich sinnvoll ist.

LS
Leona B. Schröder · 15. Oktober 2025 · 3 Min. Lesezeit
a bunch of moss growing on the rocks
Foto: Bernd 📷 Dittrich / Unsplash

Bio oder konventionell — die Antwort ist komplexer als ein einfaches Ja oder Nein. Laut Greenpeace Österreich verbrauchen Bio-Bauern bei der Produktion nur rund ein Drittel an fossiler Energie, da sie auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichten. Gleichzeitig benötigen sie für denselben Ertrag mehr Fläche.

Wann Bio klar besser ist

Bei Obst und Gemüse ergibt Bio laut einer FiBL-Studie besonders dann Sinn, wenn die Produkte auch noch regional sind. Ein Bio-Apfel erzeugt mit 0,2 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm sogar weniger Emissionen als konventionelle Äpfel. Bei Milchprodukten spart Bio-Milch rund 0,27 kg CO₂e gegenüber konventioneller Milch — Hafermilch ist aber deutlich klimafreundlicher als beide.

Wann Bio weniger eindeutig ist

Bei Tierprodukten ist die Bilanz weniger klar: Bio-Rindfleisch aus Stiermast verursacht laut AOK-Magazin rund 1,8 kg CO₂e weniger als konventionelles — aber immer noch weit mehr als pflanzliche Alternativen. Die Faustregel lautet: Regional + saisonal + Bio ist die beste Kombination. Quelle: Greenpeace AT, FiBL, AOK Magazin 2024.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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