Gesellschaft

Community Story: Wie unsere WG in drei Monaten plastikfrei wurde

Fünf Menschen, drei Monate, ein Ziel: keine neuen Einwegplastikverpackungen. Thomas, 28, erzählt vom Unverpacktladen-Experiment, den WG-Diskussionen und warum der schwierigste Teil nicht der Einkauf war.

LS
Leona B. Schröder · 14. November 2025 · 3 Min. Lesezeit
two clear glass jars with brown and black beads
Foto: Markus Spiske / Unsplash

Es begann mit einer Wette. Thomas, 28, Student in Leipzig, schlug seiner WG vor: drei Monate, keine neuen Einwegplastikverpackungen. Fünf Personen, geteilte Küche, unterschiedliche Ansprüche.

Was einfach war

Gemüse und Obst unverpackt: kein Problem. Im Unverpacktladen 500 Meter entfernt gab es alles was die WG brauchte — Pasta, Reis, Linsen, Nüsse, Wasch- und Putzmittel. Mehrwegbehälter anschaffen war einmalig teuer (ca. 60 Euro für die ganze WG), zahlt sich aber schnell aus.

Was schwierig war

Nicht der Einkauf — sondern soziale Situationen. Geburtstagsgeschenke, Restaurantbesuche, spontane Einkäufe wenn der Unverpacktladen zu hatte. Und: Nicht alle in der WG waren gleichzeitig motiviert. „Wir haben gelernt dass perfekt der Feind von gut ist“, sagt Thomas. „Besser 80% plastikfrei als gar nicht versucht.“

Das Fazit nach drei Monaten

Die WG hat weitergemacht — nicht mehr mit dem Anspruch auf Perfektion, aber mit deutlich weniger Plastik als vorher. Der Restmüll: von einer vollen Tonne pro Woche auf etwa eine halbe.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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