Gesellschaft

Klimamüdigkeit: Warum wir erschöpft sind — und wie wir wieder Kraft schöpfen

Das Problembewusstsein für den Klimawandel nimmt laut Utopia-Studie 2024 ab. Forscher nennen es 'Klimamüdigkeit'. Was Klimakommunikationsforschung über hilfreiche Strategien sagt.

EG
Emanuel Goldstein · 16. Oktober 2025 · 3 Min. Lesezeit
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Foto: biemme zeta / Unsplash

Die Utopia-Studie 2024 zeigt: Das Bewusstsein für den Klimawandel nimmt leicht ab — Forscher sprechen von „Klimamüdigkeit“ oder Climate Fatigue. Die Gleichzeitigkeit von Krisen (Pandemie-Nachwirkungen, Inflation, geopolitische Unsicherheit) überfordert viele Menschen.

Was Psychologen sagen

Klimapsychologen unterscheiden zwischen produktiver Betroffenheit (die zu Handeln motiviert) und lähmender Resignation (die zu Rückzug führt). Der entscheidende Faktor ist laut Forschern das Gefühl von Handlungsfähigkeit — „Kann mein Handeln etwas bewirken?“

Was hilft

Konkrete, überschaubare Aktionen (statt abstrakter Ziele) helfen das Kontrollgefühl zurückzugewinnen. Community-Engagement — gemeinsam mit anderen — ist nachweislich effektiver als Einzelpersonen-Aktivismus. Das Feiern kleiner Erfolge (Solarzuwachs, zurückgekehrte Tierarten) hält die Motivation aufrecht.

Das Konzept des „Klimaoptimismus“ ist keine naive Leugnung der Probleme — sondern eine psychologisch fundierte Haltung die produktives Handeln ermöglicht. Quelle: Utopia-Studie 2024, Climate Psychology Alliance, Per Espen Stoknes „What We Think About When We Try Not To Think About Global Warming“.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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