Haushalt & Wohnen · Verfahren

Solarthermie

Auch: Solarthermieanlage, thermische Solaranlage, solarthermische Anlage

Solarthermie ist die Nutzung von Sonnenlicht zur Wärmeerzeugung – für Warmwasser und je nach Anlage auch für die Heizung.

Von Emanuel Goldstein Geprüft am 28. Oktober 2026

Was steckt dahinter

Der Name verrät es schon: „Thermie“ kommt aus dem Altgriechischen und heißt Wärme. Trifft Sonnenlicht auf eine Oberfläche, entsteht Wärme. Solarkollektoren auf dem Dach sammeln sie ein und leiten sie über einen Wärmekreislauf in einen Speicher. Von dort gibt es Warmwasser, je nach Anlage auch Wärme für die Heizung.

Im Solarkreis zirkuliert ein Wasser-Glykol-Gemisch, das Glykol schützt vor Frost. Ist der Kollektor genug wärmer als der Speicher, startet ein Regler die Pumpe.

Für Warmwasser und Heizung sind Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren üblich. In Röhrenkollektoren isoliert ein Vakuum die Flüssigkeit gegen Wärmeverluste. Sie brauchen etwas weniger Platz und können etwas höhere Temperaturen erreichen, kosten aber mehr.

Kleine Anlagen erwärmen nur Trinkwasser. In den allermeisten Fällen unterstützt Solarthermie die vorhandene Heizung.

So begegnet dir der Begriff

Bei der Heizungsplanung
Mit einer Wärmepumpe ergänzen sich die Systeme. Im Sommer liefert die Solaranlage fast die ganze Energie fürs Warmwasser, die Wärmepumpe kann dann aus bleiben.
Auf dem Dach
Bei kleinen Flächen konkurriert Solarthermie mit Photovoltaik um den Platz.
Im Angebot als PVT-Kollektor
Solche Kollektoren machen aus Sonnenlicht gleichzeitig Strom und Wärme.

Im Alltag

  • Schätz vorher ab, wie viel Wärme du überhaupt verbrauchst. Mit Gasheizung hilft es, regelmäßig den Gaszähler abzulesen – gerade im Sommer. Plan die Anlage dann lieber etwas zu klein als zu groß.
  • Steht ohnehin eine neue Heizung oder ein neuer Warmwasserspeicher an, ist die Solarthermie gleich mit eingebaut günstiger als später nachgerüstet.
  • Lass einen Wärmemengenzähler in den Solarkreis setzen, dann siehst du, was die Anlage bringt. Läuft sie länger schlecht, liegt das meist an Fehlern bei Planung oder Montage oder an fehlender Wartung. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft beim Prüfen.

Öko-Blick: Prüf vorher, ob dein Dach gut gedämmt ist – sonst kann die Dachdämmung der sinnvollere erste Schritt sein.

Zahlen mit Stand

  • Eine reine Warmwasser-Anlage kann je nach Größe und Verbrauch bis zu 70 % der Energie fürs Warmwasser liefern.

    Verbraucherzentrale · Stand 30.09.2026

  • Die Anlage kann bis zu 60 % des Warmwasserbedarfs decken. Die beiden Angaben weichen voneinander ab.

    Energieberatung der Verbraucherzentrale · Stand 10.03.2026

Nicht verwechseln

BegriffUnterschied zu Solarthermie
PhotovoltaikPhotovoltaik erzeugt mit Solarzellen Strom, Solarthermie erzeugt Wärme. Der Energieertrag je Quadratmeter ist bei Solarthermie höher.
PVT-KollektorEin Kollektor, der beides kann: Strom und Wärme zugleich.

Häufige Irrtümer

IrrtumSolarthermie und Photovoltaik sind dasselbe.

Richtig istPhotovoltaik-Anlagen erzeugen Strom aus Sonnenlicht, Solarthermie-Anlagen Wärme.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 28.10.2026

  1. Umweltbundesamt: Solarthermie · 2023
  2. Verbraucherzentrale: Solarthermie: So nutzen Sie Solarenergie für Heizung und Warmwasser · 2026
  3. Stiftung Warentest: Solarthermie: Flach- und Röhrenkollektoren im Test · 2023
  4. Verbraucherzentrale (Energieberatung der Verbraucherzentrale): Solarthermie · 2026

Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.10.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.

Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.