Mobilität

Das Deutschland-Ticket: Was ein Jahr nach der Einführung passiert ist

Erste Studien zeigen: Rund 11 Millionen Neukunden sind dem ÖPNV hinzugekommen. Doch viele waren vorher schon Stammkunden. Was tatsächlich auf die Straße gewechselt ist — und welche Schwächen das Ticket hat.

EG
Emanuel Goldstein · 20. September 2025 · 3 Min. Lesezeit
a bunch of moss growing on the rocks
Foto: Bernd 📷 Dittrich / Unsplash

Das 49-Euro-Ticket, seit Mai 2023 verfügbar, hat den ÖPNV-Markt verändert. Erste wissenschaftliche Auswertungen zeigen ein gemischtes Bild.

Was die Zahlen sagen

Laut infas-Befragung im Auftrag des BMWK sind rund 11 Millionen Kunden neu zum ÖPNV gestoßen oder haben ihre Nutzung deutlich erhöht. Gleichzeitig haben viele bisherige Monatskarten-Inhaber einfach zum günstigeren Ticket gewechselt ohne ihr Verhalten zu ändern.

Schwächen des Tickets

Das Ticket gilt nur im Nahverkehr — Fernzüge (IC, ICE) sind ausgeschlossen. In ländlichen Regionen ist das ÖPNV-Angebot so dünn, dass das Ticket kaum hilft. Und: Das Ticket allein löst keine strukturellen Kapazitätsprobleme auf überfüllten Linien.

Dennoch ein Erfolg

Die Einfachheit (ein Ticket, ganz Deutschland) hat eine psychologische Barriere gesenkt. Besonders Pendler in Großstädten profitieren. Eine Ausweitung auf Fernverkehr oder eine Preissenkung ist politisch diskutiert. Quelle: infas Studie 2023, BMWK, VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen).


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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