Ernährung

Saisonal essen: Warum regional allein nicht reicht

Wer im März Tomaten aus Deutschland kauft, tut nicht automatisch etwas Gutes für das Klima. Tomaten aus beheizten Gewächshäusern können eine bis zu zehnmal schlechtere CO₂-Bilanz haben als Freilandware aus Spanien. Der Unterschied zwischen regional…

LS
Leona B. Schröder · 4. Februar 2026 · 3 Min. Lesezeit
Variety of fresh vegetables and bread on display
Foto: Artur Ament / Unsplash

Wer im März Tomaten aus Deutschland kauft, glaubt oft, das Richtige zu tun. Schließlich: kurze Transportwege, heimische Landwirtschaft. Doch die Rechnung stimmt nicht immer. Tomaten, die im Frühjahr in Deutschland wachsen, kommen meist aus beheizten Gewächshäusern — und deren CO₂-Bilanz ist bis zu zehnmal schlechter als die von Freilandware aus Spanien.

Das Bundesministerium für Ernährung (BMEL) empfiehlt deshalb eine pflanzenbetonte Ernährung mit Schwerpunkt auf saisonal erzeugten Lebensmitteln — nicht nur regional. Saisonal bedeutet: Das Gemüse wächst im Freiland, zur natürlichen Erntezeit.

Was der Freilandanbau ausmacht

Laut Klimaaktiv.at verursacht eine saisonal und regional produzierte Erdbeere rund 0,3 kg CO₂ pro Kilogramm. Wird sie außerhalb der Saison im beheizten Treibhaus angebaut, sind es bereits 3,4 kg — mehr als das Zehnfache. Noch drastischer: Eingeflogener Spargel aus Peru verursacht laut NRW-Nachhaltig-Engagiert bis zu 16-mal mehr CO₂ als regionaler Freiland-Spargel zur Saison.

Die praktische Regel

Regionale und saisonale Produkte zusammen sind die klimafreundlichste Wahl. Wer einen Saisonkalender nutzt und beim Einkauf auf das Ursprungsland achtet, trifft in den meisten Fällen die richtige Entscheidung. Quelle: Verbraucherzentrale.de, Klimaaktiv.at, BMEL 2024.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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