Ernährung

Die Planetary Health Diet: So soll die Welt laut Wissenschaft essen

Die EAT-Lancet-Kommission hat 2019 auf Basis globaler Forschung eine Ernährungsweise entwickelt, die Menschheit und Erde ernähren kann. Sie empfiehlt eine Verdopplung des Gemüsekonsums und eine Halbierung des Fleischkonsums.

LS
Leona B. Schröder · 23. August 2025 · 3 Min. Lesezeit
Variety of fresh vegetables and bread on display
Foto: Artur Ament / Unsplash

Wie müsste eine Ernährungsweise aussehen, die sowohl der menschlichen Gesundheit als auch dem Planeten nützt? Mit dieser Frage hat sich die EAT-Lancet-Kommission beschäftigt — eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern aus Klimaforschung, Ernährungswissenschaft und Gesundheitsmedizin. Das Ergebnis: die sogenannte Planetary Health Diet.

Die Kernempfehlungen

Die Kommission empfiehlt eine Verdopplung des weltweiten Konsums von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen — und eine Halbierung des Fleisch- und Zuckerkonsums. Konkret: Maximal 14 Gramm rotes Fleisch pro Tag (das ist ein kleines Stück, etwa so groß wie ein Esslöffel Hackfleisch). Laut BMEL verzehren Deutsche derzeit durchschnittlich bis zu 1.320 Gramm Fleisch pro Woche — die Empfehlung wäre 98 Gramm.

Was das für den Alltag bedeutet

Die Planetary Health Diet schließt Fleisch nicht aus, aber reduziert es stark. Sie ist mediterran ausgerichtet: viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, wenig rotes Fleisch, Geflügel und Fisch in Maßen. Eine Halbierung des Fleisch- und Eierkonsums könnte die Treibhausgasemissionen in der EU laut Greenpeace AT um bis zu 40 Prozent reduzieren. Quelle: EAT-Lancet Commission 2019, Greenpeace AT, BMEL.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

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