Ernährung

Tofu aus Deutschland: Warum regionales Soja kaum Regenwald-Probleme hat

Soja steht im Ruf, für Regenwaldabholzung verantwortlich zu sein. Das stimmt — aber nicht für deutsches Soja. Rund 80% des importierten Sojas geht als Tierfutter in die Fleischindustrie, nicht in Tofu.

LS
Leona B. Schröder · 10. März 2025 · 3 Min. Lesezeit
Variety of fresh vegetables and bread on display
Foto: Artur Ament / Unsplash

Das Argument gegen Tofu ist bekannt: „Soja zerstört den Regenwald.“ Es stimmt, aber trifft das falsche Produkt. Rund 80 Prozent des weltweit importierten Sojas wird als Tierfutter in der Fleischindustrie eingesetzt — nicht für Pflanzenmilch oder Tofu. Das belegt unter anderem Greenpeace in mehreren Berichten.

Soja in Deutschland

Deutschland baut selbst Soja an. Soja belegt nach Mais, Weizen und Gerste bereits Rang vier der Anbaufläche, berichtet Klimaaktiv.at. Mehr als ein Drittel der heimischen Sojaanbaufläche wird biologisch bewirtschaftet — ein europaweit einzigartiger Bio-Anteil.

Wer beim Tofu-Kauf auf die Herkunft achtet und „Soja aus Europa“ oder besser „Soja aus Deutschland“ sucht, wählt ein Produkt das mit Regenwald-Abholzung nichts zu tun hat. Der Sojaförderring führt eine aktuelle Liste zertifizierter Anbieter. Quelle: Greenpeace DE, Klimaaktiv.at, Sojaförderring.


Alle Angaben basieren auf verifizierten Quellen (Umweltbundesamt, NABU, WWF, IFEU, Verbraucherzentrale). Letzte Überprüfung: 22. März 2026.

Verwandte Artikel

Mehr zu Ernährung

Alle anzeigen

Bleib auf dem Laufenden

Wöchentlich. Inspirierend. Grün.