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Feinstaub
Auch: PM10, PM2,5, Particulate Matter
Feinstaub ist ein Gemisch fester und flüssiger Partikel, das nach Größe in PM10, PM2,5 und ultrafeine Partikel eingeteilt wird.
Was steckt dahinter
Auspuff, Kaminofen, Bremsscheibe: Feinstaub hat viele Quellen. Gemeint sind feste und flüssige Teilchen, eingeteilt nach Größe. PM10 steht für Partikel bis 10 Mikrometer, PM2,5 für noch kleinere, ultrafeine Partikel liegen unter 0,1 Mikrometer. Ein Teil entsteht direkt an der Quelle, etwa beim Verbrennen. Ein anderer Teil bildet sich erst aus Gasen wie Schwefel- und Stickoxiden oder Ammoniak.
Feinstaub entsteht vor allem durch den Menschen: in Fahrzeugen, Kraftwerken und in Öfen und Heizungen von Wohnhäusern. Er kann aber auch natürlichen Ursprungs sein, etwa durch Bodenerosion. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die wichtigste Quelle – auch durch Reifen- und Bremsenabrieb. Holz verbrennt in Kaminöfen ohne automatische Regelung unvollständig, dabei entsteht Feinstaub.
Wie tief die Teilchen in den Körper gelangen, hängt von ihrer Größe ab. Das Umweltbundesamt nennt Entzündungen und oxidativen Stress als Hauptwirkung. Langfristig kann Feinstaub laut UBA das Herz-Kreislauf-System erheblich beeinträchtigen. Das Bundesumweltministerium schreibt: „Feinstaub ist krebserregend.“
Rechtliche Definition
„28. ‚PM10‘ sind Partikel, die einen größenselektierenden Lufteinlass passieren, der für einen aerodynamischen Durchmesser von 10 Mikrometern einen Abscheidegrad von 50 Prozent aufweist; 29. ‚PM2,5‘ sind Partikel, die einen größenselektierenden Lufteinlass passieren, der für einen aerodynamischen Durchmesser von 2,5 Mikrometern einen Abscheidegrad von 50 Prozent aufweist;“
So begegnet dir der Begriff
- Am Kaminofen
- Für Feinstaub und Kohlenmonoxid gelten Grenzwerte für Kaminöfen. Die 1. BImSchV macht vor allem Vorgaben fürs Verfeuern von Holz, einer wesentlichen Feinstaubquelle.
- In der Wohnung
- Schadstoffe aus dem Ofen gelangen laut UBA auch bei modernen Öfen in den Wohnraum.
- In Gesundheitsfragen
- Kinder, ältere Menschen und Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen belastet Feinstaub laut UBA besonders stark.
Im Alltag
- Laub, Rasen- und Strauchschnitt gehören auf den Kompost, in die Biotonne oder zur Grünabfallsammelstelle – nicht ins offene Feuer. Beim Verbrennen im Garten werden sehr viele Schadstoffe und Feinstaub frei.
- Heizt du mit einem Kaminofen, öffne nach dem Anzünden und Nachlegen für ein paar Minuten das Fenster ganz – so ziehen Kohlenmonoxid und Feinstaub ab. Beim Nachlegen öffnest du die Ofentür erst einen Spalt von etwa 2 cm. Verbrenn nur unbehandeltes, trockenes Holz.
- Grundsätzlich rät das Umweltbundesamt, dein Haus gar nicht mit Holz oder Kohle im Kaminofen zu heizen.
Zahlen mit Stand
EU-Grenzwerte PM10 seit 2005: Tagesmittel 50 µg/m³ (höchstens 35 Überschreitungen im Jahr), Jahresmittel 40 µg/m³; PM2,5 seit 2015: 25 µg/m³ im Jahresmittel.
Umweltbundesamt · Stand 22.12.2025
Nicht verwechseln
| Begriff | Unterschied zu Feinstaub |
|---|---|
| PM10 und PM2,5 | Größenklassen von Feinstaub, rechtlich über die Messung definiert. PM2,5 kann tiefer in die Atemwege eindringen als PM10, bis in die Lungenbläschen. |
| Ultrafeine Partikel | Teilchen unter 0,1 Mikrometer. Für sie gibt es bisher keine eigenen Richtwerte, weil die Daten dafür noch nicht reichen. |
| Grobstaub | Teil von PM10: Der Deutsche Wetterdienst nennt PM10 ein Gemisch aus Feinstaub und Grobstaub. Im Alltag wird mit „Feinstaub“ oft PM10 gemeint. |
Häufige Irrtümer
IrrtumFeinstaub aus dem Holzofen ist harmloser als Feinstaub aus dem Verkehr.
Richtig istNach heutigem Wissensstand hat Feinstaub aus Holzfeuerungen laut Bundesumweltministerium eine vergleichbare gesundheitliche Relevanz wie städtischer Feinstaub etwa aus dem Verkehr.
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 28.10.2026
- Umweltbundesamt: Feinstaub (Luftschadstoffe im Überblick) · Stand 22.12.2025
- Bundesministerium der Justiz: § 1 39. BImSchV Begriffsbestimmungen · zuletzt geändert durch Art. 112 V v. 19.6.2020 I 1328
- Deutscher Wetterdienst: Glossar: Feinstaub · ohne Datum
- Umweltbundesamt: Umwelttipp: Kaminofen – Auf Effizienz achten und Alternativen prüfen · Stand 20.10.2026
- Bundesumweltministerium: FAQ Kleinfeuerungsanlagen · Stand 03.12.2025
- Verbraucherzentrale: Kaminöfen: So nutzen Sie Ihren Kaminofen umweltfreundlich · Stand 28.03.2025
- Umweltbundesamt: Umwelttipp: Der Umwelt zuliebe: Gartenabfälle verwerten statt verbrennen · Stand 13.04.2026
Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.04.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.
Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.