Haushalt & Wohnen · Konzept

Heizkosten

Heizkosten sind die Kosten fürs Beheizen von Räumen: für Brennstoff, Strom oder gelieferte Wärme und für den Betrieb der Heizungsanlage.

Von Emanuel Goldstein Geprüft am 28. Oktober 2026

Was steckt dahinter

Im Haushalt verbraucht die Heizung am meisten Energie. Welche Kosten bei einer zentralen Heizung oder gelieferter Wärme auf die Nutzer verteilt werden, regelt die Heizkostenverordnung. Dazu gehören Brennstoff oder Strom für die Wärmeerzeugung samt Lieferung und der Betriebsstrom. Hinzu kommen Bedienung, Pflege, regelmäßige Prüfung und Reinigung der Anlage, Messungen nach dem Immissionsschutzrecht und die Verbrauchserfassung. Wird die Wärme geliefert, zählen das Entgelt dafür und der Betrieb der Hausanlagen.

Reparaturkosten darf dir die Vermieterseite nicht berechnen, die trägt sie selbst. Mietest du, zahlst du meist monatlich mit den Nebenkosten voraus. Die Jahresabrechnung zeigt dann, ob du nachzahlst oder etwas zurückbekommst.

Verteilt wird nicht nur nach Fläche: Ein festgelegter Anteil richtet sich nach deinem erfassten Verbrauch. Bei Öl- und Gasheizungen steckt außerdem ein CO₂-Preis in den Kosten. Mieter und Vermieter teilen ihn sich je nach Effizienz des Gebäudes.

Rechtliche Definition

„Zu den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage gehören die Kosten des zur Wärmeerzeugung verbrauchten Stroms und der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstromes, die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes, die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz […]“

So begegnet dir der Begriff

In der Heizkostenabrechnung
Sie stellt erst die Heizkosten des ganzen Hauses auf und verteilt sie dann auf die einzelnen Wohnungen.
In der Betriebskostenabrechnung
Die Kosten der zentralen Heizungsanlage zählen zu den Betriebskosten.
Im Heizspiegel
Er zeigt nach Wohnfläche und Heizsystem, was im Schnitt verbraucht wurde und was das im vorigen Abrechnungsjahr gekostet hat.

Im Alltag

  • Stell nichts direkt vor die Heizkörper: Sofas und Schränke brauchen mindestens 30 Zentimeter Abstand.
  • Leg deine Abrechnung neben den Heizspiegel. Liegst du hoch, kann das am Zustand des Gebäudes liegen. Senken kannst du den Bedarf aber auch über dein Heizverhalten.
  • Ein richtig eingestelltes Thermostat senkt die Heizkosten spürbar. Bist du nicht da, dreh die Temperatur runter – außer bei einer Wärmepumpe, die häufig bei konstanter Temperatur effizienter arbeitet.

Zahlen mit Stand

  • Verbrauchsanteil bei der Verteilung: mindestens 50, höchstens 70 % nach erfasstem Verbrauch (§ 7 Abs. 1 HeizkostenV).

    HeizkostenV · Stand 16.10.2023

  • Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt den Verbrauch um etwa 6 %.

    Verbraucherzentrale · Stand 24.09.2026

  • Private Haushalte nutzen mehr als zwei Drittel ihres Endenergieverbrauchs fürs Heizen von Räumen (Jahr 2024).

    Umweltbundesamt · Stand 22.12.2025

Nicht verwechseln

BegriffUnterschied zu Heizkosten
HeizkostenabrechnungDie Abrechnung ist das Dokument: Sie listet die Heizkosten des Hauses auf und verteilt sie auf die Wohnungen. In einem Zweifamilienhaus, in dem der Vermieter selbst wohnt, gilt die Heizkostenverordnung nicht.
WarmwasserkostenDie Kosten der zentralen Warmwasserversorgung verteilt die Heizkostenverordnung in einem eigenen Paragrafen, getrennt von den Kosten der Wärmeversorgung.

Häufige Irrtümer

IrrtumWer die Heizung bei Abwesenheit ganz abdreht, spart am meisten.

Richtig istGar nicht zu heizen ist nicht ratsam: Die Innenwände kühlen zu stark aus, das Schimmelrisiko steigt. Besser ist es, die Temperatur abzusenken.

Quellen

Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.10.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.

Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.