Konsum & Alltag · Verfahren

Restmüll

Auch: Restmülltonne

Restmüll ist der Abfall, für den es keinen gesonderten Entsorgungsweg gibt – er kommt in die Restmülltonne.

Von Emanuel Goldstein Geprüft am 28. Oktober 2026

Was steckt dahinter

Wenn du gut trennst, bleibt für die Restmülltonne nicht mehr viel übrig. Hinein gehört nur, wofür es keinen eigenen Entsorgungsweg gibt. Typisch sind kalte Asche, Zigarettenkippen, Windeln, Kehricht, Tapetenreste, Thermopapier oder kaputte Keramik.

Restmüll wird meist energetisch verwertet, also zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Für ein Recycling steht er danach nicht mehr zur Verfügung. Landen Wertstoffe im Restmüll, gehen sie deshalb unwiederbringlich verloren.

Trotzdem endeten laut einer Analyse für das Umweltbundesamt (Daten von 2018) viele Wertstoffe in der Restmülltonne. Den größten Teil davon machten Bioabfälle aus. Was im Einzelnen in den Restmüll gehört, kann von Ort zu Ort abweichen – etwa bei Fleisch- und Fischresten.

So begegnet dir der Begriff

Als Pflicht
Abfälle aus deinem Haushalt musst du grundsätzlich dem öffentlich-rechtlichen Entsorger überlassen, soweit du sie nicht auf deinem eigenen Grundstück verwerten kannst oder willst. Ausgenommen sind unter anderem Abfälle, für die eine Rücknahme- oder Rückgabepflicht gilt.
Als Stoppschild-Liste
Elektrogeräte dürfen nicht in den Restmüll, sie gehören in den Handel, zu Sammelstellen oder auf den Wertstoffhof. Bei Alttextilien sind sich die Quellen nicht einig: Das UBA schreibt, dass Kleidung oder Bettwäsche seit 2025 nicht mehr in den Restmüll dürfen. Die Verbraucherzentrale ordnet kaputte und verschmutzte Textilien dagegen weiter dem Restmüll zu. Fest steht: Seit dem 1. Januar 2025 müssen die öffentlich-rechtlichen Entsorger Textilabfälle aus Haushalten getrennt sammeln.

Im Alltag

  • Batterien und Akkus wirfst du in die Rückgabeboxen im Handel oder auf dem Wertstoffhof.
  • Kaputte Kleidung, die keiner mehr tragen kann? Dann frag bei deiner kommunalen Abfallberatung nach dem richtigen Weg.
  • Alte Medikamente dürfen in der Regel in den Restmüll, mancherorts nehmen sie auch Apotheken oder Sammelstellen. Toilette und Spüle sind dafür tabu.

Öko-Blick: Je sorgfältiger du trennst, desto weniger landet am Ende in der Restmülltonne.

Zahlen mit Stand

  • 2018 fielen in Deutschland 128 kg Restmüll pro Einwohner und Jahr an (Hausmüllanalyse für das UBA).

    Umweltbundesamt · Stand 28.07.2020

  • Nur 32 % des Restmülltonneninhalts gehörten tatsächlich hinein; rund 39 % waren Bioabfälle.

    Umweltbundesamt · Stand 28.07.2020

Nicht verwechseln

BegriffUnterschied zu Restmüll
BioabfallGehört in die Biotonne oder auf den eigenen Kompost. Im Restmüll machte er laut einer UBA-Analyse (Daten von 2018) trotzdem den größten Teil der Wertstoffe aus, die dort nicht hingehören. Ob Fleisch- und Fischreste in die Biotonne dürfen, entscheidet die Kommune.
SondermüllProdukte mit schädlichen Inhaltsstoffen dürfen nicht in die Restmülltonne. In haushaltsüblichen Mengen gibst du sie kostenlos bei kommunalen Sammelstellen ab.
SperrmüllWas nicht in eine Mülltonne passt, etwa Möbel oder Matratzen, gilt als Sperrmüll und wird gesondert abgeholt.

Häufige Irrtümer

IrrtumKassenbons sind Papier und gehören in die Papiertonne.

Richtig istThermopapier wie Kassenbons oder Fahrkarten aus dem Automaten gehört in den Restmüll.

IrrtumEin zerbrochenes Trinkglas kommt ins Altglas.

Richtig istTrinkgläser, Glühbirnen und feuerfestes Glasgeschirr gehören in den Restmüll. Dieses Glas ist chemisch anders und lässt sich nicht mit Behälterglas recyceln.

Quellen

Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.04.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.

Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.