Stoffe & Gesundheit · Stoff
Schwermetalle
Auch: Schwermetall
Schwermetalle sind eine Stoffgruppe mit Vertretern wie Blei, Cadmium und Quecksilber. In Lebensmitteln gelten sie als unerwünschte Stoffe (Kontaminanten).
Was steckt dahinter
Bei den Luftemissionen nennt das Umweltbundesamt Cadmium, Blei und Quecksilber die wichtigsten Schwermetalle. Cadmium kommt natürlich in der Erdkruste vor, Quecksilber ist in der gesamten Umwelt vorhanden. Cadmium gelangt auch durch menschliche Aktivitäten in die Umwelt.
Schwermetalle stecken – in unterschiedlichem Umfang – in den Emissionen fast aller Verbrennungs- und vieler Produktionsprozesse. Blei-Emissionen etwa werden überwiegend vom Abrieb von Bremsen und Reifen im Verkehr beeinflusst. Cadmium gelangt über Boden, Wasser und Nutzpflanzen in die Lebensmittelkette. Wer nicht raucht, nimmt es hauptsächlich mit dem Essen auf.
Blei ist giftig und reichert sich im Körper an. Cadmium sammelt sich insbesondere in Nieren und Leber und kann bei langfristiger Aufnahme die Nierenfunktion beeinträchtigen. Quecksilber ist für den Menschen giftig.
Für Cadmium gelten EU-weit Höchstgehalte in zahlreichen Lebensmitteln. In Deutschland sind die Emissionen von Cadmium, Blei und Quecksilber seit 1990 deutlich gesunken.
So begegnet dir der Begriff
- Beim Kaminofen
- Die Asche gehört nicht auf Beet oder Kompost. Sonst reichern sich Schwermetalle, die natürlich im Holz stecken, und Verbrennungsschadstoffe im Boden an.
- Beim Geschirr
- Glasuren und Dekore von Keramik können Blei, Cadmium und Kobalt enthalten, die sich herauslösen können.
- In der Lebensmittelsicherheit
- Die EFSA zählt Metalle wie Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber zu den Umweltschadstoffen.
Im Alltag
- Bei Lebensmitteln kannst du deine Cadmium-Aufnahme laut BfR nur wenig selbst steuern. Was hilft: abwechslungsreich und bunt essen, Wildpilze nur gelegentlich oder in kleineren Mengen, Innereien von Wildtieren nur ab und zu. Wildschweinleber meidest du ganz – wegen weiterer unerwünschter Stoffe.
- Kalte Ofenasche kommt in die Restmülltonne.
Zahlen mit Stand
Emissionen von Cadmium, Blei und Quecksilber in Deutschland seit 1990 überwiegend um ca. 70 bis über 90 % gesunken.
Umweltbundesamt · Stand 25.06.2026
Tolerierbare wöchentliche Aufnahme (TWI) Cadmium: 2,5 µg je kg Körpergewicht (EFSA 2009, vom BfR herangezogen).
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) · Stand 08.06.2026
Nicht verwechseln
| Begriff | Unterschied zu Schwermetalle |
|---|---|
| Kontaminanten | Kontaminanten ist der Oberbegriff für unerwünschte Stoffe in Lebensmitteln. Schwermetalle sind eine Gruppe darunter, neben anderen wie Dioxinen, PCB oder Mykotoxinen. |
Häufige Irrtümer
IrrtumHolzasche ist ein guter Dünger für Garten und Kompost.
Richtig istDas UBA hält sie dafür nicht geeignet, weil sich sonst Schwermetalle und Verbrennungsschadstoffe im Boden anreichern.
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 28.10.2026
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Bewertung von Kontaminanten in Lebensmitteln
- Umweltbundesamt: Schwermetall-Emissionen · 2026
- Umweltbundesamt: Blei · 2019
- Umweltbundesamt: Häufige Fragen zu Quecksilber · 2016
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Cadmium in Lebensmitteln: Was ist über die Aufnahme und gesundheitliche Risiken bekannt? · 2026
- Umweltbundesamt: Kaminofen: Auf Effizienz achten und Alternativen prüfen · 2026
- Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Chemische Kontaminanten in Lebens- und Futtermitteln
Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.10.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.
Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.