Ernährung & Saison · Konzept
Saisonalität
Auch: saisonal, Saison haben
Saisonalität ist der Bezug zur Jahreszeit. Bei The GREEN Idea zählt, was ohne Heizung wächst: vom Feld, aus dem Lager oder aus geschütztem, unbeheiztem Anbau.
Was steckt dahinter
Nach dem BZfE haben Obst und Gemüse „Saison“, wenn sie zu einer bestimmten Jahreszeit auf natürliche Weise in ihrer Anbauregion gereift sind und geerntet wurden. Mit Saison meinen wir bei The GREEN Idea: was ohne Heizung wächst – vom Feld, aus dem Lager oder aus geschütztem, unbeheiztem Anbau. Genau das zeigt unser Saisonkalender.
Früher gab es Spargel in Deutschland nur im Mai und Juni, und im Winter gab es keinen Salat. Moderne Anbaumethoden haben die Saisonzeiten ausgeweitet – je nach Methode mit viel Energie und zum Teil sehr hohen Treibhausgasemissionen.
Saison hat übrigens auch Importware, nämlich in ihren Anbauländern. Eine Freiland-Tomate aus Spanien kann sehr viel klimafreundlicher sein als eine deutsche Wintertomate aus dem beheizten Gewächshaus. Dafür ist in südlichen Regionen das Wasser häufig knapp. Am klimaschonendsten kaufst du in der Hauptsaison in Deutschland und gegebenenfalls den direkten Nachbarländern. Dann kommt die Ware am ehesten aus dem Freiland oder dem geschützten Anbau – und nicht aus dem beheizten Gewächshaus oder aus energieintensiver Lagerung.
Die Verbraucherzentrale nennt für die kalten Monate heimisches Gemüse: Lauch und Feldsalat frisch vom Feld, Kürbis und Möhren aus dem Lager. Lagern verbraucht allerdings Energie und verursacht so CO₂-Emissionen. Es ermöglicht regionalen Betrieben aber, ihr Obst und Gemüse ganzjährig anzubieten. In unserem Saisonkalender ist Lagerware eine eigene Kategorie, die du getrennt von Feldware filtern kannst.
So begegnet dir der Begriff
Im Handel gibt es beinahe jedes Obst oder Gemüse nahezu ganzjährig. Trotzdem sind fast alle Arten in bestimmten Monaten besonders reichlich da – dann „haben sie Saison“. Wann das bei uns ist, zeigen Saisonkalender, etwa von der Verbraucherzentrale und vom BZfE.
Ob dein Gemüse aus dem Freiland oder aus dem Gewächshaus stammt, steht in der Regel nicht drauf. Das Herkunftsland muss dagegen bei fast allen Obst- und Gemüsearten angegeben werden.
In unserem Saisonkalender kannst du nach der Art des Anbaus filtern: frisch vom Feld, Lagerware oder geschützter Anbau.
Im Alltag
- Plan deinen Einkauf nach Bedarf, damit nichts im Müll landet – auch das ist klimafreundlich.
- Ist dir Klimaschutz besonders wichtig, kann es sich lohnen, im späten Frühjahr und im Sommer weniger Äpfel zu kaufen und zum Beispiel zu heimischen Beeren der Saison zu greifen. Gut zu wissen: Unser Saisonkalender führt heimische Äpfel von Dezember bis Juli als Lagerware.
- Und wenn du die Wahl hast: Saisonales aus der Region hilft, Gemüse aus beheizten Gewächshäusern zu vermeiden.
Nicht verwechseln
| Begriff | Unterschied zu Saisonalität |
|---|---|
| Regionalität | Regionalität meint die Herkunft aus der Region – wer regional einkauft, fördert kurze Transportwege. Saisonalität meint die Jahreszeit. Erst zur richtigen Jahreszeit wird regionaler Einkauf laut Verbraucherzentrale richtig nachhaltig. |
| Freiland-Saison | Freiland heißt Anbau ohne zusätzlichen Schutz wie Gewächshaus oder Folie. Unser Saisonkalender fasst Saison weiter und zählt auch Lagerware und geschützten, unbeheizten Anbau mit. |
| Geschützter Anbau | Folien oder Vliese können die Ernte verfrühen oder verlängern. Ohne Beheizung bemängelt das BZfE unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten lediglich die Folien: Sie sind meist nicht biologisch abbaubar, und eine gute Recycling-Möglichkeit fehlt bislang. Aus Sicht des Naturschutzes kommen die Folgen für Insekten, Vögel und andere Tiere hinzu. Werden Felder dagegen beheizt, kann mitunter Importware aus dem Süden klimafreundlicher sein. |
| Saison im Anbauland (Importware) | Auch importiertes Obst und Gemüse hat eine Hauptsaison, nur eben in seinem Anbauland. Unser Saisonkalender zeigt dagegen nur regionale Ware ohne Heizung. |
Häufige Irrtümer
IrrtumWas aus Deutschland kommt, ist immer die klimafreundlichere Wahl.
Richtig istEine Freiland-Tomate aus Spanien kann sehr viel klimafreundlicher sein als eine deutsche Wintertomate aus dem beheizten Gewächshaus. Außerhalb der Saison oder kurz vor und nach der Haupterntezeit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass energieaufwendige Methoden eingesetzt wurden.
IrrtumSaisonal einkaufen ist der wichtigste Hebel für klimafreundliches Essen.
Richtig istDas Umweltbundesamt nennt Saisonalität als einen von vielen Aspekten. Als zentrale Daumenregel empfiehlt es: „Weniger tierische Produkte, mehr Bio“.
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 28.10.2026
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Saisonal einkaufen · Stand 05.03.2025
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Der Saisonkalender · Stand 20.02.2025
- The GREEN Idea: Saisonkalender
- Verbraucherzentrale Bundesverband: Saisonkalender: Obst und Gemüse frisch und regional einkaufen · Stand 03.06.2025
- Verbraucherzentralen: Saisonkalender (PDF, Textteil) · 2023
- Umweltbundesamt: Klimafreundliche Ernährung: fleischreduziert, vegetarisch oder vegan · Stand 22.10.2025
- Verbraucherzentrale Bundesverband: Wie wird Obst und Gemüse in Deutschland angebaut? · Stand 12.11.2025
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Regional einkaufen · Stand 20.02.2025
- The GREEN Idea: Willkommen bei The GREEN Idea (Abschnitt „Der Saisonkalender“)
- The GREEN Idea: Äpfel (Pflanzen-Wiki)
- The GREEN Idea: Redaktionelle Festlegung und Saisonkalender-Regel
Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.10.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.
Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.