Konsum & Alltag · Konzept

Unverpackt einkaufen

Auch: verpackungsfrei, unverpackt, Unverpackt-Laden

Unverpackt einkaufen ist der Kauf loser Ware ohne Einwegverpackung – abgefüllt in eigene, mitgebrachte oder wiederverwendbare Behälter.

Von Emanuel Goldstein Geprüft am 28. Oktober 2026

Was steckt dahinter

Getreide, Müsli, Kaffee, Hülsenfrüchte, Öle oder Waschmittel: Im Unverpackt-Laden füllst du selbst ab. Du kaufst nur die Menge, die du wirklich brauchst. Spezielle Gefäße brauchst du nicht, deine Behälter werden vor dem Einkauf gewogen.

Auch Bioläden, Hofläden und Wochenmärkte sind eine gute Anlaufstelle für unverpackte Ware. Und im Supermarkt kannst du viele Produkte lose kaufen und in eigene Beutel oder Netze füllen.

Ganz ohne Verpackung geht es allerdings nicht. Die Verbraucherzentrale stellt klar: Das Unverpackt-Konzept ist nicht verpackungsfrei. Es spart aber jede Menge Abfall, vor allem Plastikmüll. Etwas Planung gehört dazu: Die Behälter musst du von zu Hause mitnehmen, und manchmal sind die Wege weiter.

So begegnet dir der Begriff

Als Unverpackt-Laden, in dem der Verzicht auf Einwegverpackungen Konzept ist. In manchen Läden als Abfüllstation für Müsli, Nudeln oder Nüsse.

An der Frischetheke
Du darfst deine eigene Dose mitbringen und befüllen lassen. Aus Hygienegründen darf der Laden das aber ablehnen. Eine Lösung ist ein Tablett auf dem Tresen, auf das du deinen Behälter stellst.
Im Gesetz
Wer gezielt abfallarme Produkte und Mehrwegverpackungen wählt, betreibt laut Kreislaufwirtschaftsgesetz Abfallvermeidung.

Im Alltag

  • Steck einen Stoffbeutel ein – er passt in jede Tasche und hält jahrelang.
  • Viele Obst- und Gemüsesorten kannst du ganz ohne Tüte einpacken. Für Brot oder Getreide eignen sich kleine Stoffbeutel mit Zugband.
  • Wasser aus der Leitung kommt ganz ohne Verpackung aus.

Öko-Blick: Papiertüten sind keine wirklich umweltfreundliche Alternative zur Plastiktüte.

Nicht verwechseln

BegriffUnterschied zu Unverpackt einkaufen
MehrwegHier gibt es eine Verpackung, die aber wiederverwendbar ist – etwa die Mehrwegflasche für Milch, Saft, Wasser oder Bier.
NachfüllpackungSie verringert für Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel zumindest die Abfallmenge. Noch besser ist laut Verbraucherzentrale das Abfüllen im Unverpackt-Laden.

Häufige Irrtümer

IrrtumIm Unverpackt-Laden kommt gar keine Verpackung vor.

Richtig istDas Konzept ist nicht verpackungsfrei, spart aber jede Menge Abfall, vor allem Plastikmüll.

IrrtumPapier statt Plastik ist immer die bessere Wahl.

Richtig istVerpackungen aus anderen Materialien sind nicht unbedingt besser für die Umwelt. Auch Papier, Glas oder Metall verbrauchen in der Herstellung viel Energie und Rohstoffe.

Quellen

Alle Quellen abgerufen am 28.10.2026

  1. Verbraucherzentrale: Einkaufen ohne Verpackungsmüll – fünf Tipps gegen überflüssiges Plastik · 2024
  2. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Weniger Verpackungsmüll – so geht’s! · 2024
  3. Bundesministerium der Justiz: Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), § 3 Begriffsbestimmungen
  4. Verbraucherzentrale: So kann jeder Plastik im Alltag vermeiden · 2024
  5. Umweltbundesamt: Recycling: Verbesserungsbedarf bei Kunststoffabfällen · 2019

Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.04.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.

Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.