
Beispielbild via Unsplash / Sergej Karpow
Quittenkompott ist eine aromatische, herbstliche Zubereitung: weich gekochte Quitten mit ihrem unverwechselbaren Duft – ideal zu Joghurt, Wild oder Käse. Es ist in rund 40 Minuten fertig. Quitten haben von Oktober bis November Saison.
Zutaten für 4 Portionen
- 600 g Quitten
- 150 ml Wasser
- 3 EL Zucker (36 g)
- 1 EL Zitronensaft (10 ml)
- 1/2 TL Zimt
Zubereitung
- Quitten vorbereitenDie 600 g Quitten mit einem rauen Tuch abreiben, schälen, entkernen und in gleichmäßige Würfel schneiden. Das Kerngehäuse großzügig entfernen.
- Flüssigkeit ansetzen150 ml Wasser, 3 EL Zucker, 1 EL Zitronensaft und 1/2 TL Zimt in einen Topf geben und aufkochen.
- Quitten kochenQuitten zugeben und bei mittlerer Hitze 25–30 Minuten köcheln lassen, bis sie weich sind.
- Konsistenz prüfenDie Quitten sollen weich und gabeldurchdringbar sein. Wenn zu dick: 2 EL Wasser ergänzen.
- AbschmeckenWenn zu sauer: 1/2 EL Zucker ergänzen.
- ServierenWarm oder kalt servieren – passt zu Joghurt, Quark oder als Beilage zu Käse.
Tipps
- Quitten sind sehr hart und brauchen viel Zeit – mindestens 25 Minuten einplanen.
- Den Flaum (feine Behaarung) vor dem Schälen gründlich abreiben.
- Kerngehäuse großzügig entfernen, da es bitter ist.
Quittenkompott verfeinern
- Vanille, Zimt oder Sternanis unterstreichen das edle Aroma.
- Ein Spritzer Zitrone hält die Farbe hell.
- Apfel oder Birne mildern und strecken das Kompott.
Quitte: Wann ist Saison?
Quitten haben von Oktober bis November Saison. Sie sind roh ungenießbar und entfalten ihr Aroma erst beim Garen. Mehr dazu im Quitten-Wiki und im Saisonkalender.
Ist Quittenkompott gesund?
Quitten sind kalorienarm und besonders ballaststoffreich, vor allem durch das Pektin, das die Verdauung unterstützt. Dazu liefern sie Vitamin C, Kalium und antioxidative Polyphenole. Eine Portion liefert nur rund 33 kcal. Wichtig: Quitten sind roh ungenießbar und müssen gegart werden; der filzige Flaum wird vorher abgerieben.
So gelingt Quittenkompott
Den filzigen Flaum der Quitten gründlich abreiben, die Früchte schälen, das Kerngehäuse entfernen und das harte Fruchtfleisch würfeln. Mit Wasser, etwas Zucker und einem Spritzer Zitrone weich köcheln – Quitten brauchen deutlich länger als Äpfel, bis sie weich und genießbar sind. Die Kerne nicht mitkochen.
Häufige Fragen zum Quittenkompott
Kann man Quitten roh essen?
Nein, heimische Quitten sind roh hart und bitter und müssen gegart werden.
Warum den Flaum abreiben?
Er schmeckt bitter und sollte vor der Zubereitung entfernt werden.
Warum dauert das Garen so lange?
Das Fruchtfleisch ist sehr hart und wird erst durch längeres Kochen weich.
Gut zu wissen
Was ist Pektin?
Ein löslicher Ballaststoff, der die Verdauung unterstützt und beim Einkochen geliert.
Wozu passt Quittenkompott?
Zu Joghurt, Quark, Wild, Käse oder Milchreis.
Quittenkompott vielseitig verwenden und aufbewahren
Quittenkompott ist überraschend wandelbar: Es schmeckt zu Joghurt, Quark und Milchreis, als Topping für Pfannkuchen und Porridge, passt aber dank seines herb-aromatischen Charakters auch hervorragend zu herzhaften Gerichten wie Wild, Geflügel und kräftigem Käse. In sauberen, gut verschlossenen Gläsern hält es sich im Kühlschrank mehrere Tage; heiß eingekocht ist es deutlich länger haltbar.
Schmeckt das Kompott süß oder herb?
Beides; je nach Zuckermenge fein süß oder herb-aromatisch.
Kann man es mit Apfel mischen?
Ja, Apfel macht es milder und süßer.
Quitte: das wiederentdeckte Kernobst
Die Quitte galt lange als vergessen, erlebt aber zu Recht ein Comeback. Das goldgelbe Kernobst aus der Familie der Rosengewächse stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und war schon in der Antike ein Symbol für Glück und Fruchtbarkeit. Ihr einzigartiges Aroma – irgendwo zwischen Apfel, Birne, Zitrone und Rose – entfaltet sie erst beim Garen, weshalb sie sich besonders für Kompott, Gelee und Mus eignet.
Welche Quittensorte eignet sich?
Apfelquitten sind intensiver und säuerlich, Birnenquitten milder – beide eignen sich gut fürs Kompott.
Warum verfärbt sich Quittenkompott rötlich?
Beim längeren Kochen können sich die Früchte durch ihre Inhaltsstoffe rosa bis rötlich färben – das ist völlig natürlich.