Konsum & Alltag · Konzept

Kreislauf­wirtschaft

Auch: zirkuläre Wirtschaft

Kreislaufwirtschaft ist im Gesetz die Vermeidung und Verwertung von Abfällen – im weiteren Sinn ein Wirtschaften, das Materialien möglichst lange nutzt.

Von Emanuel Goldstein Geprüft am 28. Oktober 2026

Was steckt dahinter

Im Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Begriff knapp gefasst: Kreislaufwirtschaft sind die Vermeidung und die Verwertung von Abfällen. Das Gesetz soll sie fördern, um natürliche Ressourcen zu schonen. Zugleich soll es Mensch und Umwelt schützen, wenn Abfälle entstehen und bewirtschaftet werden.

Das Umweltbundesamt beschreibt das Ziel so: weniger Ressourcen verbrauchen, weniger Emissionen verursachen. Materialien sollen möglichst lange im Einsatz bleiben – Produkte werden repariert und wiederverwendet, Abfälle möglichst vollständig recycelt. Das Bundesumweltministerium sagt es kurz: Eine Kreislaufwirtschaft erhält den Wert von Rohstoffen und Produkten so lange wie möglich.

Die Richtung gibt die Abfallhierarchie vor: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und zuletzt Beseitigung. Von dieser Rangfolge ausgehend soll die Maßnahme Vorrang haben, die Mensch und Umwelt am besten schützt – betrachtet über den gesamten Lebenszyklus des Abfalls. Damit sich die Stoffe im Abfall möglichst vollständig nutzen lassen, müssen Abfälle laut UBA von Anfang an getrennt gesammelt werden. Den Schritt von der Beseitigungs- zur Kreislaufwirtschaft nennt das UBA einen bedeutenden Paradigmenwechsel.

Rechtliche Definition

„Kreislaufwirtschaft im Sinne dieses Gesetzes sind die Vermeidung und Verwertung von Abfällen.“

So begegnet dir der Begriff

Im Gesetzesnamen
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist die aktuelle Grundlage des Abfallrechts in Deutschland und setzt die Vorgaben des europäischen Abfallrechts um.
In der Politik
Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) soll den Weg zu einer zirkulären Wirtschaft in Deutschland aufzeigen. Sie nimmt alle Stationen in den Blick – vom Design eines Produkts über Material und Herstellung bis zu einer möglichst langen Nutzung und schließlich Wiederverwendung oder Recycling.

Im Alltag

  • Frag dich schon beim Einkauf: Brauche ich das wirklich? Ist es haltbar und reparierbar? Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.
  • Bevor etwas in die Tonne wandert, prüf, ob du es weitergeben oder reparieren kannst. Brauchbares findet über Secondhand-Läden, Tauschbörsen oder Online-Plattformen neue Besitzer.
  • Und was doch Abfall wird, trennst du – das ist die Grundlage für Recycling und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Nicht verwechseln

BegriffUnterschied zu Kreislaufwirtschaft
RecyclingRecycling ist eine Stufe der Abfallhierarchie, die dritte. Zur Kreislaufwirtschaft im Sinne des Gesetzes gehört auch die Vermeidung.
AbfallwirtschaftDie Abfallwirtschaft umfasst laut UBA den gesamten Abfallkreislauf bis zur Beseitigung, dazu Sammeln, Transport, Sortierung und Behandlung. Die gesetzliche Definition der Kreislaufwirtschaft nennt dagegen nur Vermeidung und Verwertung.
BeseitigungBeseitigung ist jedes Verfahren, das keine Verwertung ist – auch wenn dabei nebenbei Stoffe oder Energie zurückgewonnen werden. In der Abfallhierarchie steht sie an letzter Stelle.

Häufige Irrtümer

IrrtumKreislaufwirtschaft heißt vor allem: gut recyceln.

Richtig istIm Gesetz gehört die Vermeidung von Abfällen ausdrücklich dazu. Und sie steht in der Abfallhierarchie an erster Stelle.

Quellen

Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.07.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.

Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.