Ernährung & Saison · Konzept
Kurkuma
Auch: Curcuma longa, Gelbwurz, Gelbwurzel
Kurkuma ist der Wurzelstock von Curcuma longa aus der Familie der Ingwergewächse. Meist wird er getrocknet und zu orange-gelbem Gewürzpulver vermahlen.
Was steckt dahinter
Kurkuma heißt auch Gelbwurz oder Gelbwurzel – ihr Wurzelstock ist intensiv gelb. Die Farbe stammt vom Curcumin. Die Pflanze gedeiht in den tropischen Regionen Asiens.
Fürs Gewürz wird der Wurzelstock kurz gebrüht und getrocknet. In Asien kommt Kurkuma häufig frisch in die Küche. In der westlichen Küche kennt man sie eher als Teil von Currypulver, als Lebensmittelfarbstoff E100 oder zum Eierfärben.
2025 war Indien laut EU-Handelsstatistik das wichtigste Lieferland für Deutschland. Bei Lieferungen aus anderen EU-Staaten nennt die Statistik allerdings nur das Versandland, nicht das Anbauland. Was 2025 direkt von außerhalb der EU kam, erreichte die EU fast vollständig per Schiff.
So begegnet dir der Begriff
Im Gewürzregal heißt sie nach den Leitsätzen für Gewürze Kurkuma oder Gelbwurz. Curry ist nicht dasselbe: Nach denselben Leitsätzen ist es eine eigene Mischung aus Kurkuma und weiteren Gewürzen wie Bockshornklee, Cumin, Fenchel und Koriander. Was in einer Mischung steckt, verrät dir die Zutatenliste.
Außerdem begegnet dir Kurkuma in Nahrungsergänzungsmitteln, meist als Kapsel oder Pulver mit Kurkuma oder dem Extrakt Curcumin. Sie gelten als Lebensmittel, Werbung mit Krankheitsbezug ist für sie verboten.
Im Alltag
- Kauf Gewürze lieber in kleineren Mengen. Zu Hause lagerst du Kurkumapulver luftdicht, lichtgeschützt und kühl – nur nicht über dem Herd. Nach dem Öffnen verbrauchst du gemahlene Gewürze am besten innerhalb eines Jahres, weil das Aroma dann schneller verfliegt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt nur für die ungeöffnete Packung.
- Streu das Pulver nicht direkt aus der Dose über den dampfenden Topf, sonst können Klumpen oder sogar Schimmel entstehen.
- Gegen Motten helfen Gläser, Keramik oder stabile Kunststoffdosen mit dichtem Deckel. Papier, Pappe und viele dünne Kunststoffverpackungen können Motten dagegen durchdringen, also füll neue Ware am besten gleich um.
- Ist dir Nachhaltigkeit wichtig, greif zu Gewürzen mit Bio- oder Fairtrade-Siegel.
- Und Kurkuma aus dem Supermarkt gehört in die Küche, nicht ins Beet. Sie kann ein Bakterium tragen, das Menschen und Tieren nicht schadet, für Pflanzen wie Tomaten, Paprika und Kartoffeln aber gefährlich ist.
Zahlen mit Stand
Einfuhr Deutschland 2025: rund 7.200 Tonnen Kurkuma (KN 0910 30 00), davon rund zwei Drittel direkt aus Indien; zweitgrößtes Partnerland: Niederlande (Versendungsland) mit rund 1.300 Tonnen.
eigene Auswertung Eurostat Comext · Stand 16.10.2026
Direkteinfuhr von außerhalb der EU 2025: rund 98 % per Schiff angekommen.
eigene Auswertung Eurostat Comext · Stand 16.10.2026
Nicht verwechseln
| Begriff | Unterschied zu Kurkuma |
|---|---|
| Curcumin | Curcumin ist ein Inhaltsstoff der Kurkuma und gibt ihr die gelbe Farbe. Als Extrakt wird es mit Lösungsmitteln aus dem getrockneten Rhizom gewonnen. |
| Curry | Curry ist eine Gewürzmischung auf Kurkuma-Basis, kein einzelnes Gewürz. |
| Ingwer | Ingwer gehört zur selben Pflanzenfamilie. Kurkuma hat ein zarteres, fingerartiges Rhizom und ist intensiv gelb. |
Häufige Irrtümer
IrrtumCurry und Kurkuma sind dasselbe.
Richtig istCurry ist nach den Leitsätzen für Gewürze eine Mischung aus Kurkuma und weiteren Gewürzen.
IrrtumWas fürs Gewürz gilt, gilt auch für Kurkuma-Kapseln.
Richtig istIn üblichen Gewürzmengen gilt Kurkuma laut Verbraucherzentrale als sicheres Lebensmittel. Für die einzelnen Kurkuma-Produkte fehlen dagegen ausreichende Sicherheitsdaten. Ob Kurkumaextrakte beim Menschen gesundheitlich wirken, ist nicht eindeutig belegt. Schwangere, Stillende und Menschen mit Gallensteinen sollten laut Verbraucherzentrale auf Kurkuma-Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Mehrere Gesundheitsbehörden warnen außerdem: In seltenen Fällen können solche Mittel mit Kurkuma oder Curcumin schwere Leberschäden verursachen.
IrrtumKurkuma aus dem Supermarkt kann ich einfach einpflanzen.
Richtig istDass solche Rhizome gefährliche Pflanzenkrankheiten tragen können, ist laut Pflanzenschutzdienst Bremen wenig bekannt. Ist das Bakterium einmal eingeschleppt, lässt es sich nicht mehr bekämpfen.
Quellen
Alle Quellen abgerufen am 28.10.2026
- BMLEH / Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission: Leitsätze für Gewürze und andere würzende Erzeugnisse, Neufassung vom 09.10.2025 (BAnz AT 28.11.2025 B6) · 2025
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Ingwer, Kurkuma, Galgant – aromatische „Knollen“ im Vergleich (Pressemeldung) · 2023
- Verbraucherzentrale: Kurkuma: Fakten und Mythen · 2026
- Eurostat (Statistisches Amt der EU): EU trade since 1988 by HS2-4-6 and CN8 (DS-045409): Einfuhr Deutschland, KN 0910 30 00 (Kurkuma), monatlich ab 2024 · 2026
- Eurostat (Statistisches Amt der EU): International trade in goods – detailed data (ext_go_detail), Metadaten
- Eurostat (Statistisches Amt der EU): Extra-EU trade since 2002 by mode of transport (DS-059334): Einfuhr Deutschland aus Drittländern, HS 0910 30, nach Verkehrszweig · 2026
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Gewürze und Kräuter sicher genießen (Pressemeldung) · 2026
- Verbraucherzentrale: Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist nicht gleich Verbrauchsdatum · 2025
- Verbraucherzentrale: Vorratsschädlinge: Wie kann ich Motten und Käfer in Lebensmitteln verhindern? · 2026
- Pflanzenschutzdienst Bremen (LMTVet, Pflanzengesundheitskontrolle): Ingwer und Kurkuma – Bitte nicht anpflanzen! (Infoblatt) · 2023
Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.04.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.
Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.