Konsum & Alltag · Konzept

Nach­haltig­keit

Auch: nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit ist das Prinzip, vom Ertrag statt von der Substanz zu leben. Jede Generation soll ihre Aufgaben selbst lösen, statt sie den nächsten aufzubürden.

Von Emanuel Goldstein Geprüft am 28. Oktober 2026

Was steckt dahinter

Der Begriff stammt aus der Forstwirtschaft: Es soll nur so viel Holz geschlagen werden, wie nachwachsen kann. Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung beschrieb 1987 nachhaltige Entwicklung als Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt. Dabei darf sie nicht riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Diese Definition liegt auch dem Verständnis des Umweltbundesamts zugrunde.

Nachhaltige Entwicklung verzahnt Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung. Das UBA vergleicht das mit einem Schiff in einer Fahrrinne: Wirtschaft und Gesellschaft dürfen sich frei bewegen. Die Bojen am Rand – die Grenzen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen – darf das Schiff aber nicht überfahren.

Deutschland hat 2002 erstmals eine Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Seit 2015 orientiert sich die deutsche Nachhaltigkeitspolitik an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Beraten wird die Bundesregierung vom Rat für Nachhaltige Entwicklung.

So begegnet dir der Begriff

In der Werbung
„Nachhaltig“ darf auf einem Produkt nicht für sich allein stehen. Seit dem 27. September 2026 muss auf derselben Verpackung stehen, was damit genau gemeint ist – es sei denn, der Anbieter kann eine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachweisen. Anders als „bio“ und „öko“ ist „nachhaltig“ gesetzlich weder definiert noch geschützt.

Im Alltag

  • Nachhaltig einkaufen heißt laut BZfE vor allem: nur so viel kaufen, wie du rechtzeitig verbrauchen kannst.
  • Wer gut plant, sich an der Saison orientiert und Angebote nutzt, spart auch beim nachhaltigen Einkauf Geld.
  • Langlebige, reparierbare Dinge oder Secondhand vermeiden Abfall und sparen Rohstoffe.
  • Und steht „nachhaltig“ auf einer Packung, ohne dass dort erklärt wird, was gemeint ist: Sei misstrauisch.

Nicht verwechseln

BegriffUnterschied zu Nachhaltigkeit
Nachhaltige EntwicklungDas UBA behandelt beide Begriffe gemeinsam. Nachhaltige Entwicklung ist das Leitprinzip, das Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung verzahnt.
UmweltschutzNachhaltigkeit reicht laut Bundesregierung weit über ökologische Aufgaben hinaus und meint eine ökonomisch, ökologisch und sozial tragfähige Entwicklung für alle Generationen.
„nachhaltig“ als WerbewortRechtlich ungeschützt; als allgemeine Umweltaussage nur zulässig, wenn auf dem Produkt erklärt wird, welcher konkrete Aspekt gemeint ist, oder wenn der Anbieter eine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachweisen kann.

Häufige Irrtümer

Irrtum„Nachhaltig“ auf der Packung ist ein geprüftes Versprechen.

Richtig istDer Begriff ist gesetzlich weder definiert noch geschützt. Seit dem 27. September 2026 muss er aber direkt auf der Verpackung erklärt werden, sofern keine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachgewiesen ist.

IrrtumNachhaltigkeit heißt nur Umweltschutz.

Richtig istGemeint ist Umwelt schützen, Ressourcen schonen und soziale Verantwortung übernehmen – heute und für kommende Generationen.

Quellen

Stand: 28.10.2026 · nächste Prüfung spätestens 28.04.2027. Korrekturen: keine. Fehler entdeckt? Sag uns Bescheid.

Dieser Eintrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.