Nicht automatisch. Offiziell zählt das CO₂ aus dem Schornstein als null, unter der Annahme, dass der Wald es innerhalb von 100 Jahren wieder aufnimmt – doch der Wald in Deutschland ist laut Umweltbundesamt seit 2018 eine CO₂-Quelle. Das Amt rät aus Klima- und Gesundheitsgründen vom Heizen mit Holz ab. Wer trotzdem mit Holz heizt, fährt nach den UBA-Daten mit Pellets im Kessel deutlich sauberer als mit Scheitholz im Kaminofen.
„Holz wächst doch nach“ – das stimmt. Ein Baum nimmt beim Wachsen CO₂ auf, und beim Verbrennen kommt dieselbe Menge wieder heraus. Die entscheidende Frage ist eine andere: Wann ist das CO₂ wieder im Wald gebunden? Und wächst überhaupt genug nach? An dieser Stelle wird aus „klimaneutral“ eine Rechenannahme. Wie gut sie hält, zeigen die Daten des Umweltbundesamts (UBA) recht deutlich.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Offiziell gilt Holzverbrennung als CO₂-neutral. Das ist eine Konvention nach EU-Recht, die voraussetzt, dass der Wald das CO₂ wieder bindet.
- Der Wald in Deutschland ist seit 2018 keine CO₂-Senke mehr, sondern eine Quelle. 2024 setzte er laut UBA 2,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente frei.
- Mit Konvention liegt ein Pelletkessel bei rund 22 Gramm CO₂-Äquivalenten je Kilowattstunde Wärme. Rechnet man das CO₂ aus dem Schornstein mit, sind es rund 478 Gramm. Eine Gasheizung liegt bei rund 255 Gramm.
- Beim Feinstaub schneidet Holz klar schlechter ab als Gas oder Wärmepumpe. Scheitholz im Kaminofen ist dabei der ungünstigste Fall, Pellets im Kessel der günstigste unter den Holzheizungen.
- Holz ist begrenzt. In langlebigen Holzprodukten bringt es laut UBA mehr für den Klimaschutz als im Ofen.
- Ein Kaminofen ist meist eine Zusatzheizung. Seine Wärme kommt oft obendrauf, statt Heizenergie zu ersetzen.
- Das UBA empfiehlt brennstofffreie Heizungen wie Wärmepumpe oder Solarthermie. In Neubauten rät es von Heizöl, Erdgas und Holz gleichermaßen ab.
Warum gilt Holz offiziell als klimaneutral?
Weil die Klimabilanz so aufgebaut ist. Grundlage ist die Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (Richtlinie (EU) 2018/2001). Danach wird die Verbrennung fester Biomasse „als CO2-neutral angenommen“. Betrachtet wird ein Zeitraum von 100 Jahren. Dem CO₂, das beim Ernten, Nutzen oder Verrotten frei wird, steht das CO₂ gegenüber, das neu wachsende Bäume aufnehmen.
Ganz unter den Tisch fällt das CO₂ dabei nicht. Es wird nur woanders verbucht. Was dem Wald an Kohlenstoff entnommen wird, erscheint im Treibhausgasinventar im Bereich Landnutzung und Forstwirtschaft. Im Energiebereich zählt es deshalb nicht noch einmal, sonst stünde es doppelt in der Bilanz. Methan, Lachgas und die Energie für Ernte, Transport und Verarbeitung werden dagegen beim Heizen mitgerechnet.
Die Konvention hat also eine Bedingung. Das UBA formuliert sie so: Die Annahme „setzt somit voraus, dass Emissionen aus der Holzverbrennung innerhalb des Betrachtungszeitraums wieder durch den Wald als Senke eingebunden werden“.
Warum stellt das Umweltbundesamt diese Annahme selbst infrage?
Weil die Bedingung gerade nicht erfüllt ist. In seiner Emissionsbilanz vom Januar 2026 schreibt das UBA: Der Wald hat sich „seit 2018 von einer Senke zu einer Quelle von CO2-Emissionen gewandelt“. Als Gründe nennt das Amt die Hitze- und Dürrejahre 2018 bis 2021. Die Bundeswaldinventur 2022 zeigt das ebenfalls: Der Kohlenstoffvorrat in den lebenden Bäumen ist gegenüber 2017 um 3 Prozent gesunken.
Die Zahlen dazu stehen in den UBA-Daten zur Landnutzung. 1990 speicherte der Wald in Deutschland noch rund 26,4 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. 2024 setzte er dagegen 2,1 Millionen Tonnen frei. Solange der Wald unterm Strich CO₂ abgibt, ist die Bedingung der Null-Rechnung nicht erfüllt.
Das UBA bleibt in seiner Bilanz trotzdem bei der Konvention. Es ordnet sie aber ein: Bei einer Ausweitung der Waldholznutzung könnte die Verbrennung „nicht mehr in jedem Fall mit 0 g CO2 / kWh angesetzt werden“. Die direkte energetische Nutzung von Waldholz sieht das Amt „sehr kritisch“. Und es weist selbst auf einen anderen Rechenweg hin. Im CO₂-Rechner des UBA zählt das CO₂ aus der Holzverbrennung mit 365 Gramm je Kilowattstunde Holz, also je Kilowattstunde Brennstoff.
Wie viel CO₂ entsteht je Kilowattstunde Wärme?
Das hängt davon ab, welchen der beiden UBA-Rechenwege du nimmst. Die Tabelle zeigt beide. Grundlage sind die UBA-Emissionsfaktoren mit Vorkette, also mit Ernte, Transport und Aufbereitung. Sie gelten je Kilowattstunde Brennstoff. Weil im Ofen nicht alles als Wärme ankommt, haben wir sie durch den Nutzungsgrad geteilt.
| Heizung | Nutzungsgrad | CO₂-Äquivalente je kWh Wärme, Holz-CO₂ = 0 | CO₂-Äquivalente je kWh Wärme, Holz-CO₂ mitgerechnet |
|---|---|---|---|
| Scheitholz im Kaminofen (Einzelofen) | 60 Prozent | rund 42 Gramm | rund 650 Gramm |
| Scheitholz im Kessel | 70 Prozent | rund 20 Gramm | rund 541 Gramm |
| Pelletofen | 80 Prozent | rund 18 Gramm | rund 474 Gramm |
| Pelletkessel | 80 Prozent | rund 22 Gramm | rund 478 Gramm |
| Gasheizung | 95 Prozent | rund 255 Gramm | rund 255 Gramm |
| Wärmepumpe, Jahresarbeitszahl 3, Strommix 2025 (vorläufig) | – | rund 135 Gramm | rund 135 Gramm |
Die Nutzungsgrade für Holz sind UBA-Mittelwerte für den Bestand. Für Gas rechnen wir mit 95 Prozent, dem Wert für einen Gaskessel aus einer anderen UBA-Rechnung. Mit dem UBA-Bestandsmittel für Gas (92 Prozent) wären es rund 263 Gramm, am Ergebnis ändert das nichts. Bei der Wärmepumpe hängt viel an der Jahresarbeitszahl (JAZ), also daran, wie viel Wärme sie aus einer Kilowattstunde Strom macht. Mit dem Strommix 2025 liegt sie zwischen rund 169 Gramm bei JAZ 2,4 und rund 113 Gramm bei JAZ 3,6.
Wie liest du das? Mit Konvention wirkt Holz fast emissionsfrei. Mit dem CO₂ aus dem Schornstein liegt selbst der Pelletkessel fast doppelt so hoch wie Gas. Beide Zahlen sind Rechenwege, keine Messung der Wirklichkeit. Wie viel davon tatsächlich in der Luft bleibt, hängt davon ab, ob und wie schnell der Wald das CO₂ wieder aufnimmt. Solange er selbst CO₂ abgibt, ist die Null-Annahme die günstigere Rechnung, nicht die vorsichtigere. Das UBA schreibt selbst: Rechnet man die direkten biogenen CO₂-Emissionen mit, „würden sich wiederrum negative Netto-Vermeidungsfaktoren für alle drei Kategorien ergeben“. Gemeint sind Einzelöfen, Zentralheizungen und Pelletfeuerungen. Holz verursacht dann also mehr Treibhausgase als die Heizungen, die es ersetzt.
Auch der kleine Wert ist übrigens nicht null. Beim Kaminofen stammen gut 15 der 25 Gramm je Kilowattstunde Holz direkt aus dem Ofen. Das UBA nennt als Ursache Methan und Lachgas, die bei unvollständiger Verbrennung entstehen.
Gegenüber der Wärmepumpe sind Gas und Öl in der Klimabewertung klar im Nachteil, das zeigt auch die Tabelle. Holz ist aber keine klimafreundliche Alternative zu Gas: Mit dem CO₂ aus dem Schornstein liegt es darüber, nur mit der Konvention darunter. Eine Empfehlung für Gas oder Öl folgt daraus nicht: Beide sind fossil, und das UBA rät in Neubauten von Heizöl, Erdgas und Holz gleichermaßen ab.
Wie viel Feinstaub entsteht beim Heizen mit Holz?
Hier ist der Unterschied noch größer, und er hängt nicht an einer Konvention. Holz verbrennt in kleinen Öfen nie vollständig. Dabei entstehen Feinstaub, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK), Kohlenmonoxid und Ruß. Die Werte je Kilowattstunde Wärme, gerechnet wie oben:
| Heizung | Staub je kWh Wärme |
|---|---|
| Scheitholz im Kaminofen | rund 0,51 Gramm |
| Scheitholz im Kessel | rund 0,16 Gramm |
| Pelletofen | rund 0,13 Gramm |
| Pelletkessel | rund 0,08 Gramm |
| Gasheizung | rund 0,003 Gramm |
Ein Kaminofen setzt also weit mehr als hundertmal so viel Staub je Kilowattstunde Wärme frei wie eine Gasheizung. Der Pelletkessel kommt auf etwa ein Sechstel des Kaminofens. Eine Wärmepumpe verbrennt im Haus nichts. Schadstoffe entstehen bei ihr nur indirekt in den Kraftwerken, die den Strom liefern. Ganz sauber ist sie deshalb nicht: Zur Minderung von Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid leisten Wärmepumpen laut UBA „derzeit netto keinen Beitrag“. Eine eigene Staubzahl je Kilowattstunde Wärme nennen wir für sie nicht, weil die UBA-Bilanz keine eindeutig zuordenbare liefert.
Warum das zählt: Holzöfen gehören laut UBA „zu einer der Hauptquellen von Feinstaub“ in Deutschland. Und ihr Staub ist besonders fein. 95 Prozent des Feinstaubs aus einem Kaminofen bestehen aus Partikeln unter 2,5 Mikrometern, schreibt die Verbraucherzentrale. Sie können tief in die Lunge eindringen. Insgesamt liegt dieser Ausstoß aus Holzfeuerungen privater Haushalte in der „gleichen Größenordnung“ wie der des gesamten Straßenverkehrs. Staubabscheider helfen, lösen das Problem aber nicht ganz. Das UBA schreibt: „Noch besser wäre es jedoch kein Holz zu verbrennen“.
Ist Holz nicht trotzdem ein erneuerbarer Rohstoff?
Ja, aber ein knapper. Das UBA schreibt: „Holz ist ein nur langsam nachwachsender und daher begrenzter Rohstoff und wichtiger Kohlenstoffspeicher.“ Damit der Wald wieder CO₂ speichert, muss mehr Holz nachwachsen, als entnommen wird. Das klimafreundliche Potenzial, Holz zu nutzen, ist deshalb begrenzt.
Dazu kommt die Frage, wofür das Holz am meisten bringt. In einem Dachbalken oder einem Möbelstück bleibt der Kohlenstoff über Jahrzehnte gebunden. Fachleute nennen das Kaskadennutzung: erst lange als Produkt nutzen, erst ganz am Ende verbrennen. Mit solchen langlebigen Holzprodukten lässt sich laut UBA mehr Klimaschutz erreichen als mit Holzheizungen.
Auch die Verbraucherzentrale schreibt, Holz stehe „für die energetische Nutzung nicht unbegrenzt zur Verfügung“. Lange Transportwege, steigende Nachfrage und Holz aus nicht zertifizierten Quellen verschlechtern laut VZ die Bilanz. Umgekehrt gilt: Je regionaler das Holz, desto geringer die Emissionen durch Ernte, Transport und Bearbeitung. Das betont auch das UBA.
Pellets, Scheitholz, Kaminofen: Wo liegt der Unterschied?
Pellets sind laut Verbraucherzentrale gepresste Stäbe aus Sägemehl-Resten der Holzverarbeitung. Sie enthalten weniger Wasser als Scheitholz, hinterlassen wenig Asche und setzen deutlich weniger Schadstoffe frei. Ein Pelletkessel wird automatisch beschickt und kann ein ganzes Haus beheizen. Das zeigt sich auch in den UBA-Werten: höherer Nutzungsgrad, weniger Staub. Wer auf Holz für die Zentralheizung nicht verzichten will, sollte nach Ansicht der VZ „lieber auf einen Holzpelletkessel zurückgreifen“.
Scheitholz im Kessel heizt ebenfalls das ganze Haus. Es staubt aber mehr als Pellets und nutzt die Energie im Mittel schlechter aus.
Der Kaminofen ist ein Sonderfall. Er heizt in der Regel nur einen Raum. Von den etwa 11 bis 12 Millionen Holzfeuerstätten in Haushalten läuft laut UBA der überwiegende Teil nur als Zusatz- oder Nebenheizung. Gebäude mit einem solchen Ofen verbrauchen insgesamt rund 29 Prozent mehr Energie. Dieser Mehrverbrauch ersetzt keine andere Heizenergie, er kommt aus Gründen der Behaglichkeit obendrauf. Für das Klima heißt das: Die Rechnung „Holz statt Gas“ geht beim Kaminofen oft gar nicht auf, weil die Gasheizung trotzdem läuft. Die Verbraucherzentrale urteilt entsprechend: Ein Kamin ist „weder effizient noch besonders klimafreundlich“.
Wie du einen vorhandenen Ofen möglichst sauber betreibst, ist eine eigene Frage. Hier geht es um die Bilanz des Brennstoffs.
UBA rät ab, Verbraucherzentrale sieht eine Alternative: Wer hat recht?
Liest du beide Stellen nebeneinander, klingt es nach Widerspruch. Das UBA wird deutlich: „Verzichten Sie zur Wärmeversorgung Ihres Hauses aus Klimaschutz-, Luftreinhalte- und damit gesundheitlichen sowie ökologischen Gründen auf die Nutzung von Holz oder Kohle in einem Kamin.“ Und weiter: „Von der energetischen Holznutzung ist deshalb aus Klimaschutzgründen abzuraten“. Das gelte besonders, wenn brennstofffreie Alternativen wie Wärmepumpe oder Solarthermie möglich sind. Die Verbraucherzentrale schreibt dagegen, Scheitholz oder Pellets könnten „eine Alternative zu fossilen Brennstoffen sein“. Denn beim Verbrennen werde so viel CO₂ frei, „wie der Baum vorher aufgenommen hat“.
Schaut man genauer hin, liegen beide näher beieinander, als es klingt:
- Die VZ zählt Pelletheizungen zu den zukunftsfähigen Heizsystemen. Sie seien „nicht nur gut für den eigenen Geldbeutel, sondern auch fürs Klima“. Ihre Aussage zu Holz knüpft sie aber an Bedingungen: Das Holz soll zertifiziert sein und „nicht extra dafür an- und abgeholzt werden“. Auf ihrer Kaminofen-Seite ergänzt sie: Bis das CO₂ wieder gebunden ist, „dauert es viele Jahre“.
- Das UBA prüft genau diese Bedingung. Ob genug und schnell genug nachwächst, zeigt die Waldbilanz. Und die fällt seit 2018 negativ aus.
- Beim Kaminofen liegen beide nah beieinander. Die VZ nennt ihn „weder effizient noch besonders klimafreundlich“, das UBA zeigt, dass seine Wärme meist obendrauf kommt.
- Beim Vergleich Pellets gegen Scheitholz sind sich beide einig. Pellets schneiden bei Schadstoffen besser ab.
Ein Rest bleibt: Die VZ hält Holz unter Bedingungen für eine Alternative, das UBA prüft genau diese Bedingungen und kommt zu einem Nein. Für die Frage „Wie klimafreundlich ist Holz?“ halten wir uns an das UBA. Es ist die Fachbehörde für die Umweltbewertung und stützt sich auf eigene Wald- und Emissionsdaten. Die Verbraucherzentrale ist stark bei der Praxis: Welche Holzheizung ist die bessere, worauf achtest du beim Brennstoff?
Und was ist mit den Kosten?
Einen aktuellen Pelletpreis von einer Behörde oder Verbraucherzentrale haben wir nicht gefunden. Das Statistische Bundesamt meldet nur, dass „Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe“ im September 2026 um 15,6 Prozent teurer waren als ein Jahr zuvor. Rechnen lässt sich aber eine Schwelle. Gas kostete Haushalte im 1. Halbjahr 2026 im Schnitt 11,58 Cent je Kilowattstunde, den Grundpreis eingerechnet. Gas rechnen wir mit 95 Prozent Nutzungsgrad, den Pelletkessel mit 80 Prozent. Dann ist er im Betrieb günstiger, solange die Kilowattstunde Pellets unter rund 9,75 Cent kostet. Das ist kein Vollkostenvergleich: Anschaffung, Wartung und Schornsteinfeger fehlen.
So gehst du vor
- Vor dem Heizungstausch beraten lassen
Planst du eine neue Heizung, prüf zuerst brennstofffreie Lösungen wie Wärmepumpe oder Solarthermie. Das empfiehlt das UBA. Die Verbraucherzentralen bieten dafür eine unabhängige Energieberatung an, telefonisch, online oder bei dir zu Hause.
- Pelletpreis gegen deinen Gaspreis rechnen
Kommt eine Pelletheizung infrage, vergleich den Pelletpreis je Kilowattstunde mit deinem eigenen Gaspreis. Den rechnest du aus deiner Rechnung aus: Gesamtkosten geteilt durch Kilowattstunden. Die Schwelle ist dein Gaspreis ÷ 0,95 × 0,80. Beim Durchschnittspreis des 1. Halbjahrs 2026 sind das rund 9,75 Cent. Anschaffung, Wartung und Schornsteinfeger kommen noch dazu.
- Wenn Holz, dann die sauberere Variante
Ein Pelletkessel staubt deutlich weniger als Scheitholz im Kaminofen. Bezieh das Holz aus deiner Region und achte auf Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
- Kaminofen an, Heizkörper runter
Brennt der Ofen, dreh das Thermostat im selben Raum herunter. So ersetzt die Ofenwärme eher Heizenergie, statt obendrauf zu kommen.
- Den Ofen öfter mal auslassen
Jeder Abend ohne Feuer spart Holz und Feinstaub. Mehr zum sparsamen Heizen findest du in Richtig heizen.
Häufige Fragen
Ist Holz aus dem eigenen Wald oder der Region klimaneutral?
Kurze Wege verringern die Emissionen für Ernte und Transport, das betont auch das UBA. Am Grundproblem ändert das nichts: Das CO₂ aus dem Ofen ist erst wieder gebunden, wenn entsprechend Holz nachgewachsen ist. Klimaneutral ist regionales Holz also nicht automatisch, aber es schneidet besser ab als Holz von weit her.
Gilt die Kritik auch für Pellets aus Sägeresten?
Pellets aus Resten der Holzverarbeitung erfüllen die Bedingung der Verbraucherzentrale, dass kein Holz extra für die Energie geschlagen wird. Das UBA bleibt trotzdem bei seiner Empfehlung, auf Holz zum Heizen zu verzichten. Wie viele Pellets im Handel aus Resten stammen, belegen die von uns ausgewerteten Quellen nicht.
Macht ein Staubabscheider meinen Ofen klimafreundlich?
Nein. Ein Staubabscheider mindert den Feinstaub deutlich, die gasförmigen Abgasbestandteile hält er laut UBA nicht zurück. Dazu gehört auch das CO₂. Für die Luft im Viertel bringt er etwas, für die Klimabilanz nicht.
Ist Holz dann schlechter als Gas?
Das hängt vom Rechenweg ab. Mit der Konvention liegt Holz weit unter Gas, mit dem CO₂ aus dem Schornstein deutlich darüber. Rechnet man so, verursacht Holz laut UBA sogar mehr Treibhausgase als die Heizungen, die es ersetzt. Beim Feinstaub ist Holz in jedem Fall schlechter. Ein Argument für Gas ist das trotzdem nicht: Das UBA rät in Neubauten von Heizöl, Erdgas und Holz gleichermaßen ab. Die klimafreundlichere Richtung sind brennstofffreie Heizungen wie die Wärmepumpe.
Holz wächst nach, aber langsam – und der Wald in Deutschland gibt seit 2018 mehr CO₂ ab, als er speichert. Die offizielle Null steht deshalb auf einer Annahme, die gerade nicht erfüllt ist. Rechnet man das CO₂ aus dem Schornstein mit, liegt selbst ein Pelletkessel über Gas, beim Feinstaub ist Holz ohnehin klar im Nachteil. Besser macht das Gas nicht: Die klimafreundlichere Richtung sind brennstofffreie Heizungen wie die Wärmepumpe. Heizt du trotzdem mit Holz, dann besser mit Pellets im Kessel und mit Holz aus der Region und nachhaltiger Forstwirtschaft. Und mit einem Kaminofen, der Heizenergie ersetzt, statt sie zu ergänzen.
Quellen & Grundlagen
- Umweltbundesamt — Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger: Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2024, Climate Change 11/2026 (Januar 2026)
- Umweltbundesamt — Emissionen der Landnutzung, -änderung und Forstwirtschaft (02.07.2026)
- Umweltbundesamt — Entwicklung der spezifischen Treibhausgas-Emissionen des deutschen Strommix 1990–2025, Climate Change 16/2026 (März 2026)
- Umweltbundesamt — Der UBA-CO₂-Rechner für Privatpersonen: Hintergrundinformationen zur Version 5.0, Texte 19/2025 (Februar 2025)
- Umweltbundesamt — Kaminofen: Auf Effizienz achten und Alternativen prüfen (02.02.2026)
- Umweltbundesamt — Staubabscheider für Pellet-, Kamin- und Kachelöfen (20.02.2026)
- Umweltbundesamt — Gasheizung energiesparend einstellen und Umstieg vorbereiten (20.02.2026)
- Umweltbundesamt — Umgebungswärme und Wärmepumpen (07.02.2025)
- Verbraucherzentrale — Neue Heizung: Welche ist die richtige? (22.09.2026)
- Verbraucherzentrale — Kaminöfen: so nutzen Sie Ihren Kaminofen umweltfreundlich (28.03.2025)
- Verbraucherzentrale Energieberatung — Beratung (abgerufen 17.10.2026)
- Statistisches Bundesamt — Pressemitteilung Nr. 345: Gas- und Strompreise im 1. Halbjahr 2026 (30.09.2026)
- Statistisches Bundesamt — Pressemitteilung Nr. 364: Inflationsrate im September 2026 (13.10.2026)
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen zum Zeitpunkt der Erstellung.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von KI recherchiert und entworfen. Die Abnahme erfolgte durch einen Menschen („Human in the Loop“).
